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Title: An der Schwelle zur Autonomie. Die Profilierung flämischer historischer Romanciers im 19. Jahrhundert
Authors: Bemong, Nele
Issue Date: 2010
Publisher: Praesens Verlag
Host Document: An der Schwelle. 'Eigen' und 'fremd' in der niederländischen Literatur edition:1st pages:41-59
Abstract: Aus der Profilierung auf dem Titelblatt ihrer Werke geht hervor, dass die flämischen
historischen Romanciers im 19. Jahrhundert eine eher zwiespältige Haltung einnahmen:
Einerseits stellten sie sich oft ausdrücklich als Literaten vor (d.h. als Verfasser
vorhergehender Romane, oder als Mitglieder in einer literarischen Gesellschaft),
andererseits erwähnten sie oft (auch) ihren Hauptberuf, vor allem, wenn sie
in der bürgerlichen Gesellschaft eine gewisse vertikale soziale Mobilität genossen
hatten. Bei einer näheren Untersuchung dieser doppelten Profilierung stellt sich
heraus, dass es für die Erwähnung des Hauptberufs mehrere Gründe gibt. So spielte
wahrscheinlich der schlechte Ruf des Romans eine Rolle – man musste dem Leser
zeigen, dass auch respektable Persönlichkeiten sich auf den Roman einließen, den
kirchlichen Bannflüchen gegen dieses Genre zum Trotz –, doch auch die Tatsache,
dass eine professionelle schriftstellerische Karriere damals noch nicht möglich war,
war für diese doppelte Profilierung zweifelsohne von Bedeutung. Bis in die 1890er
Jahre hinein herrschte zwischen ‘wahrem Schreibertum’ und dem mit einer festen
Stelle verbundenen Status ein gespanntes Verhältnis, und ein Autonomisierungsprozess
des literarischen Feldes zeichnete sich damals offenbar noch nicht ab.
ISBN: 978-3-7069-0543-5
Publication status: published
KU Leuven publication type: IHb
Appears in Collections:Dutch Literature @ Leuven (-)

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