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Title: Ideation, freie Variation, materiales Apriori. Husserls Lehre von der Wesensanschauung und seine Methode der Aprioriforschung.Neu dargestellt unter dem Primat des eidetischen Satzes und unter Zugrundelegung des als Sachverhaltsfunktion aufgefassten Wesens
Other Titles: Ideation, freie Variation, materiales Apriori. Husserls Lehre von der Wesensanschauung und seine Methode der Aprioriforschung.Neu dargestellt unter dem Primat des eidetischen Satzes und unter Zugrundelegung des als Sachverhaltsfunktion aufgefassten Wesens.
Authors: Sowa, Rochus
Issue Date: 26-Jan-2006
Abstract: In my thesis, central elements of Husserl’s eidetic phenomenology (as eidetic intuition, the concept of essence, the method of eidetic variation) are analysed and refomulated under the primacy of the eidetic (apriori) proposition. Different from former investigations of Husserlian eidetics and different from Husserl’s own methodological presentations of his eidetic method (which were orientated by the essence as a general object or concept and which therefore could not achieve satisfying methodological results) my own investigations are orientated by that what Husserl’s descriptive eidetics aims at: namely the valid eidetic proposition, the valid eidetic law. With this orientation the concept of the state of affairs moves into the center of the investigation. The concept of essence is explicated as a dependent part of the apriori state of affairs and–more precisely–as a function in a state of affairs that is the correlate of a pure concept in an apriori proposition. The method of eidetic variation is reformulated as a method of examination and justification of phenomenological apriori propositions.
Table of Contents: Inhaltsverzeichnis

Einleitung S. 7 – 10

1. Kapitel S. 11 – 40

Die für Husserls Lehre von der Wesensanschauung grundlegenden semio-tischen und epistemologischen Unterscheidungen


§ 1. Eigentliche und uneigentliche Vorstellungen. Die Idee der „Vereigentli-chung“

a) Eigentliche Mengenvorstellung. Eigentliche Zahlbegriffe in eigentlicher Abstraktion aufgrund eigentlicher Mengenvorstellung

b) Symbolische Mengen- und Zahlenvorstellungen

c) Eigentliche Abstraktion und eigentlicher Zahlbegriff

d) Eigentliche Nominalisierung

e) Eigentliche Subsumption

f) Eigentliche und symbolische Urteile und Schlüsse


§ 2. Signifikation und Intuition. Bedeutungsintention und Bedeutungserfüllung


2. Kapitel S. 40 – 58

Kategoriale Anschauung. Die Erweiterung des Anschauungsbegriffs nach Maßgabe der Konzeption der Bedeutungserfüllung: Anschauung von Sachverhalten und Sachverhaltsteilen


§ 1. Kategoriale Anschauung in ihrer Konkretion als Sachverhaltsanschauung und Sachverhaltswahrnehmung

a) Nominale Bedeutungsintentionen und der Primat des Satzes. Gegenstände-worüber und der Primat des Sachverhaltes

b) Sachverhalte als in Sätzen vermeinte und in kategorialen Anschauungen ge-gebene Gegenständlichkeiten.

c) Individuelle Urteile und generelle Urteile. Sachverhaltsanschauungen im in-dividuellen und im generellen Gebiet. Fülle der Klarheit und Fülle der Evidenz – Erfüllung im laxen und im strengen Sinn

§ 2. Kategoriale Anschauung als Anschauung „synthetischer Gegenstände“, die nicht selbst Sachverhalte sind. Von der konkreten Sachverhaltsanschauung zur Anschauung abstrakter Sachverhaltsteile

a) Von der intuitiv vollzogenen generellen Aussage zur „allgemeinen An-schauung“ als intuitivem Vollzug von nominalen Aussageteilen genereller Aussagen

b) Ein irreführendes Modell: konjunktive Anschauungen und ihre syntheti-schen kategorialen Gegenstände

c) Die allgemeine Anschauung als vermeintlich nicht-synthetische Anschauung allgemeiner Gegenstände


3. Kapitel S. 58 – 216

Die „allgemeinen Gegenstände“ und die allgemeinen Anschauungen als unselbständige Anschauungen allgemeiner Gegenstände. – Elemente einer Rekonstruktion der Wesensanschauung unter dem Primat des intuitiv vollzogenen generellen Urteils


§ 1. Der erkenntnistheoretische Rahmen der Konzeption der allgemeinen An-schauung

§ 2. Das Allgemeine und die allgemeinen Gegenstände

a) Die Mehrdeutigkeit der Rede vom „Allgemeinen“
b) Die Allgemeinheit der Begriffe und Begriffswörter
c) „Umfangsallgemeinheit“. Die Allgemeinheit von Ausdrücken der Form „alle A“
d) „Spezifische Allgemeinheit“. Die Allgemeinheit der Ausdrücke der Form „das A (in specie)“ und die Allgemeinheit der Spezies oder allgemeinen Ge-genstände


§ 3. Die Allgemeinheit von Spezies niederster Allgemeinheitsstufe. Der Modell-fall der Farbspezies. Farbspezies und ihr Umfang: die sogenannten individuel-len Farbmomente

a) Farbspezies und ihr Umfang: die sogenannten individuellen Farbmomente als Grundlagen der Ideation von Farbspezies. Der Begriff des individuellen Farbmomentes

b) Individuelle Farbmomente (Fortsetzung): Farbmomente als Gesamtfärbun-gen von Dingen. Dingfarben und Abschattungsfarben

c) Die Konkretion der Farbwahrnehmung als Wahrnehmung von individuellen Färbungen und die in ihr gegründete Farbprädikation.

d) Und es gibt sie doch! – Zur Kritik Künnes an Husserls individuellen Farb-momenten

§ 4. Farbideation. Der Modellfall als Problemfall

a) Deiktische Farbideation: Die deiktische Ideation von Farbnuancen als Farb-spezies niederster Allgemeinheitsstufe. Ein einfachster Fall von „Wesensan-schauung“

b) Begründung der These, dass die Bezugnahme auf Spezies und damit auch die deiktische Ideation von Farbspezies nur im Rahmen eines vollständigen ka-tegorialen bzw. prädikativen Aktes möglich ist, durch Aufweis des Primats des Satzes in der Bezugnahme auf Gegenstände überhaupt

c) Farbideation aufgrund von anschaulichen Gleichheitssynthesen: Intuitive
Identifikation von deiktisch ideierten Farbspezies und die Ideation von in Gleichheitssynthesen vorkonstituierten Farbspezies

d) Eine Ergänzung zum Begriff der deiktischen Farbideation: Das fundierende Bewusstsein der individuellen Färbung ist kein Exemplarbewusstsein

e) Über deiktische Ideation überhaupt und die alltagssprachliche Ideationspar-tikel „so“

f) Die Rolle deiktischer Ideationen in der phänomenologischen Forschungspra-xis

g) Explorative Farbideation: Ideation einer Farbgattungsidee aufgrund explora-tiver Variation ihr subordinierter Farbspezies

h) Kritische Bemerkungen zu Husserls Rede vom begrifflichen Allgemeinen als dem Gemeinsamen oder Einen in einer Mannigfaltigkeit. Das Proton Pseu-dos von Husserls Ideationslehre

i) Variative Farbideation: Ideation von Wesensverhalten, in denen sich eine höherstufige Gattungsidee auseinanderlegt, aufgrund freier Variation ihrer Komponenten


§ 5. Bedeutungsspezies und die zwei Formen der Ideation von Bedeutungsspe-zies. Erster Abschied von der Spezies-Konzeption der Bedeutung und der Idee einer Bedeutungsideation

§ 6. Das Scheitern der Konzeption der Bedeutungen als Gemeintheitswesen an den empirischen Bedeutungen. Endgültige Aufgabe der Spezies-Konzeption der Bedeutung: Bedeutungen sind zwar Idealitäten, aber keine Spezies; die Ideali-tät der Bedeutungen ist nicht die Idealität der Spezies

§ 7. Die Konsequenzen des Abschieds von der Spezies-Konzeption der Bedeu-tung für die Wesenslehre. Rückblick auf die Spezies und Vorblick auf die Eidé oder reinen Wesen


4. Kapitel S. 216 – 278

Vom allgemeinen Begriff des Wesens zum prägnanten Begriff des reinen Wesens oder Eidos. Merkmale des allgemeinen Begriffs des Wesens

§ 1. Essenz als das intuitive Wesen, das aus setzenden und nicht-setzenden An-schauungen entnommen werden kann

§ 2. Essenz als mögliche oder gültige Spezies. Wesen und Unwesen

§ 3. Der formale Begriff von Wesen als Sachverhaltsfunktion. „Wesen“ im wei-testen, individuelle Wesen als individuelle Gegenstandsbestimmungen mitum-fassenden Sinn. Individuelle Gegenstandsbestimmungen als Sachverhaltsfunk-tionen im individuellen Sachverhalt. Eigenschaften und Gegenstandsbestim-mungen

§ 4. Das für materiale Wesen konstitutive Merkmal der Sachhaltigkeit. Von Begriffen als von syntaktischen Formen gereinigten syntaktischen Kernstoffen zu Wesen als materialen Sachverhaltsfunktionen

§ 5. Elemente einer Formalen Noematik unter dem Primat des Sachverhalts. Explikation des formalen Begriffs des Wesens als Sachverhaltsfunktion

§ 6. Die Vergegenständlichung von Begriffen und die Vergegenständlichung von Gegenstandsbestimmungen. Der Primat der nicht-gegenständlichen Gege-benheitsweisen von Begriffen und Gegenstandsbestimmungen. Der Funktions-charakter von Begriffen und Gegenstandsbestimmungen

§ 7. Wesen als Inbegriff notwendiger Merkmale


5. Kapitel S. 278 – 295

Der prägnante Begriff von Wesen als reines materiales Wesen oder Eidos. Das reine Wesen als reine Sachverhaltsfunktion und als reines Sachver-haltsargument

§ 1. Reine Begriffe und reine Wesen. Die Schaffung eines reinen deskriptiven Begriffs über die Erzeugung eines Umfangs purer Erdenklichkeiten in freier Variation. Die freie Variation in ihrer Funktion als eidetische Reinigung prima facie empirischer Begriffe: das Verfahren der Bewusstmachung der latenten Reinheit patent empirischer Begriffe

§ 2. Reine deskriptive Begriffe und Begriffe für natürliche Arten. Inventur un-seres Vorrats an deskriptiven Begriffen

Exkurs über den Begriff der natürlichen Art

Exkurs über einige „philosophische“ Konsequenzen der Lehre von den reinen Begriffen und ihren Umfängen purer Erdenklichkeiten


6. Kapitel S. 295 – 304

Das materiale Apriori der deskriptiven Eidetik. Das reine Wesen als Sach-verhaltsfunktion im material-apriorischen Sachverhalt


§ 1. Reine Begriffe in reinen Gesetzen und reinen Begriffsurteilen

§ 2. Der Primat des universellen vor dem generellen eidetisch-deskriptiven Satz. Wesensgesetz und Wesensnotwendigkeit


7. Kapitel S. 305 – 336

Skizze der Methode der phänomenologischen Aprioriforschung.
Die Struktur der in der phänomenologischen Forschung vorkommenden We-sensanschauung und die Methode der Aprioriforschung. Exemplarische We-senanalyse und die Prüfung prätendierter Wesensgesetze in freier Variation

§ 1. Die allgemeine Anschauung als in exemplarischer Anschauung fundierte Anschauung. Ihre allgemeine Struktur und methodische Funktion

§ 2. Die beiden Grundgestalten der temporalen Konkretion des Fundierungs-verhältnisses zwischen allgemeiner und exemplarischer Anschauung

§ 3. Das Fundierungsverhältnis zwischen allgemeiner und exemplarischer An-schauung ist nicht primär ein Verhältnis zwischen Akten, sondern zwischen Aktinhalten.

§ 4. Die methodischen Vorzüge des zweiten temporalen Typs allgemeiner An-schauungen

§ 5. Wesenanalyse als auf Wesensgesetze zielende Analyse in exemplarischer Anschauung. Deskriptive Wesensgesetze als eidetisch-deskriptive Vermutungen

§ 6. Das prätendierte Wesensgesetz als eidetisch-deskriptive Vermutung und seine Prüfung in freier Variation

§ 7. Der allgemeine Begriff des deskriptiven materialen Apriori: Ein Kriterium zur Abgrenzung der materialen Wesensgesetze der deskriptiven Eidetik von den Gesetzen der empirischen Wissenschaften
Publication status: published
KU Leuven publication type: TH
Appears in Collections:Husserl-Archives: Centre for Phenomenology and Continental Philosophy

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